Wieder ein schöner Tunneltag im Studio Eschenstieg in Hamburg Eimsbüttel. Trotz Trump, trotz sich anbahnender Weltwirtschaftskrise, trotz Putin, trotz Klimakrise.
Es ist erstaunlich, wie ignorant ich sein kann, und wie egoistisch: da wagt sich, für einen März in Hamburg eher untypisch, die Sonne raus, und schon ist für den Moment alles vergessen. Nur schnell nach draußen, vors Fenster, die kostbaren, schon wärmenden Strahlen einfangen. Und das am besten mit einem Tässchen kleinem Schwarzen. Tunnelblick auf die Sonne. Fertig ist der Tunneltag. Wunderbar.
Und dann kommen zwei Freunde vorbei mit einem meiner Lieblingsmotive: Damp 2000, 1990. Das Motiv meiner frühen Phase schmückte 15 Jahre lang das Architekturbüro von Martina und Karsten Kammer in der Schlankreye, bis sie jetzt umzogen und keinen Platz mehr fanden für den Schinken (180x120cm, Lambda Print, Lichtschutzfolie, Alu-Dibond 4mm, Auflage 1 von 5): Hat jemand noch eine Wand frei?
Der Titel ist ein wenig irreführend, denn gut 30 Jahre lang war ich davon überzeugt, ich hätte das Bild anno 1990 in Damp 2000 aufgenommen (habe ich aber nicht – es war in Wirklichkeit Fehmarn, wie ich bei einem meiner Fototrips vor kurzem feststellen konnte). Ich finde den Titel aber so gut – und er ist nun ja auch gewissermaßen historisch gewachsen – dass ich beschlossen habe, ihn genau so zu behalten: Damp 2000, 1990.
Wer Interesse hat an diesem oder anderen Motiven meiner Werkreihe „En Passant“, kommt gern kurz rum ins Studio Eschenstieg auf einen kleinen Espresso, denn „in echt“ sehen die großen Schinken noch viel besser aus als hier im Briefmarkenformat.
Ach ja, der Titel: Martina und Karsten haben mir diesen wundervollen Blumenstrauß mitgebracht, der seitdem im Fenster steht und schon viele Passanten angelockt hat: Danke!